Wissenswertes über den Donau-Radweg

Donau_Schloss_Schonbuehel

Die Donau

Rund 2850 km fließt die Donau von ihrem Ursprung in Donaueschingen bis zu ihrer Mündung in das Schwarze Meer. Damit ist sie der zweitlängste Fluss in Europa und rund 1000 km länger als der Rhein. Als großer Handels- und Völkerstrom verbindet sie seit Jahrtausenden Zentralasien mit Mitteleuropa. Waren wechselten den Besitzer und Menschen fanden entlang des Donau-Ufers eine neue Heimat.
Durch zehn Staaten fließt die Donau. Kein anderer Fluss der Welt verbindet so viele Menschen und Kulturen miteinander. Folgt man der Donau vom Südwesten Deutschlands bis zum Donaudelta in das Schwarze Meer, dann lernt man die Vielfalt Europas kennen.
Die Donauquelle findet man in Donaueschingen – eingefasst in einem Marmorbecken und überwacht von anmutigen Statuen. Ein Sprichwort besagt jedoch: Brigach und Breg bringen die Donau zuweg. Ein eindeutiger Ursprung der Donau ist bis heute nicht nicht gefunden. Das führt zu einer weiteren Besonderheit des langen Flusses: Die Kilometer werden flussaufwärts, also rückwärts gezählt und zwar von der Mündung bis zur Quelle. Mit einer Ausnahme: Die 17 km des Donaukanals in Wien sind in Stromrichtung markiert.
Viele Mythen ranken sich um die Donau, die seit Jahrtausenden das Leben und Miteinander der Kulturen in Europa prägt. Die Nibelungen ziehen entlang der Donau gen Osten, Johann Strauss schrieb seinen berühmten Donauwalzer über die schöne, blaue Donau – bis heute zieht die Donau zahlreiche Menschen an.
Der Donau-Radweg gehört seit jeher zu den beliebtesten Radwegen in ganz Europa. Und das zu Recht, denn die wechselhafte Landschaft entlang des Flusses, die durchgängig beschilderten und gut ausgebauten Radwege und die meist flache Strecke sind die besten Voraussetzungen für eine gelungene Radtour entlang der Donau.

Der Donau-Radweg

Auf beiden Seiten des Flusses führt der Donau-Radweg über beinah die gesamte Länge der Donau. Von Donaueschingen bis zum Donaudelta in Rumänien fahren Sie meist direkt neben oder nahe des Flusses. Er führt weite Teile bis nach Rumänien auf sogenannten Treppelwegen oder Leinpfaden. Diese Pfade dienten einst den Schiffern mit ihren Pferden dazu, ihre hölzernen Schiffe flussaufwärts zu ziehen. Unmittelbar am Flussufer radelt es sich auf diesen heute befestigten und als Donau-Radweg beschilderten Wegen besonders schön.
Direkt am Donau-Radweg gelegen, finden Sie viele Hotels, Gasthäuser und Campingplätze. Das macht die Planung einer Radtour angenehm, denn Sie können Ihre Etappenlänge ganz nach Ihren Wünschen ausrichten. Die Gastbetriebe entlang des Donau-Radwegs haben sich meist ganz auf die Bedürfnisse von Radlern eingerichtet: Sei es mit abschließbaren Fahrradräumen, Trockenräumen oder einem Waschdienst für Ihre Fahrradkleidung, kleinen Werkstätten oder einem besonders leckeren Frühstückbuffet. Entlang der Donau können Sie sich sicher sein, dass Sie als Radler ein gern gesehener Gast sind.

Der Donau-Radweg von Donaueschingen nach Passau

Donau-Radweg Entfernungstabelle von Donaueschingen nach Passau
Donau-Radweg-Wegweiser

Beschilderung

In Deutschland und Österreich ist der Donau-Radweg beinahe durchgängig beschildert. Sie müssen unterwegs also nicht viel Zeit mit dem Studium der Landkarte verbringen.
Zwischen Donaueschingen und Passau finden Sie entlang der Strecke weiße oder gelbe Schilder mit der Beschriftung Donauradweg oder Donauradwanderweg sowie der symbolischen Darstellung des Flusses.
Der Donau-Radweg ist Teil der europäischen Radroute Eurovelo 6. Der Fernradweg verbindet die Atlantikküste mit dem Schwarzen Meer. Das entsprechende Symbol ist häufig zusätzlich auf den Schildern des Donau-Radwegs zu finden.

Der Donau-Radweg von Passau nach Wien

Donau-Radweg Entfernungstabelle von Passau nach Wien
Donau-Radweg-Wegweiser-Oesterreich

Beschilderung

Die durchgehend gute Beschilderung setzt sich in Österreich fort – der Donau-Radweg wird stets namentlich gekennzeichnet. Zusätzliche Schilder an einigen Orten informieren Sie sogar über die nächsten Möglichkeiten, das Donau-Ufer zu wechseln, sei es mit der Entfernung zur nächsten Brücke oder Fähre.
Nachdem Sie die österreichische Grenze Richtung Osten verlassen haben, kann es immer wieder zu einigen Lücken in der Beschilderung kommen. Wenn Sie dem Donau-Radweg bis zur Mündung ins Schwarze Meer folgen wollen, sollten Sie also auf jeden Fall aktuelles Kartenmaterial einpacken.

Wegbeschaffenheit

Es ist wirklich angenehm entlang der Donau zu radeln! Der Donau-Radweg verläuft in Deutschland und Österreich auf beinahe durchgängig asphaltierten Straßen oder befestigten Forst- und Feldwegen. Meist radeln Sie direkt entlang der Donau oder nicht weit von ihr entfernt. Wenn Sie nicht auf eigenen Radwegen fahren, dann auf ruhigen Neben- oder Landstraßen. Zudem müssen Sie auf der Hauptroute, also entlang des Ufers, kaum Steigungen bezwingen.
Sollte die Donau Hochwasser führen, können einige Streckenabschnitte des Donau-Radwegs mit Wasser überflutet sein. Doch die Gemeinden sind darauf bestens vorbereitet und sperren die betroffenen Wege schnell. Sie finden die örtlichen Umleitungen meist ohne Probleme.

Donau-Radweg-Krems

Flussaufwärts oder flussabwärts?

Wer eine Radtour an der Donau plant, merkt schnell: Beinahe alle Kartenbücher führen von West nach Ost. Das heißt von der Quelle bis zur Mündung, von Donaueschingen bis zum Schwarzen Meer.
Und das hat verschiedene Gründe: So folgen Sie der Donau auf Ihrem Weg vom kleinen, sprudelnden Fluss bis hin zum großen, mächtigen Strom. Zudem fließt die Donau, wenn auch unmerklich, stets ein wenig bergab.
Und wenn Sie auf dem Donau-Radweg in Fließrichtung der Donau fahren, dann werden Sie vor allem in Österreich feststellen: Hier begleitet Sie aufgrund der West-Ost-Tallage angenehmer Rückenwind.

Für wen ist der Donau-Radweg geeignet?

Die einfache Antwortet lautet: Für Jeden! Zwischen Donaueschingen und Wien findet auf dem Donau-Radweg beinahe jeder den Radtour-Genuss, den er sucht:
Familien mit Kindern freuen sich über die verkehrsarmen, flachen Radwege. Sportliche legen lange Etappen zurück oder finden steile Anstiege und rasante Abfahrten im Umland der Donau. Radtour-Erfahrene stellen sich der Herausforderung 2850 km von der Quelle bis zu Mündung zurückzulegen.
Und da Sie entlang des Radwegs viele Hotels und Pensionen liegen, können Sie sich Ihre Tage ganz frei einteilen. Es gibt keine üblichen Etappenlängen oder Orte, die Sie unbedingt an einem Tag erreichen müssen. Je nach Kondition legen Sie einfach die für Sie passende Strecke zurück.

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Donau-Radweg mit Kindern

Für Familien ist der Donau-Radweg in Deutschland und Österreich ideal! Sie müssen sich den Radweg nicht mit Autos teilen, so dass Ihre Kinder ohne große Probleme radeln können. Auf der flachen Strecke erwarten Sie kaum anstrengende Steigungen. Und die Etappen können Sie sich frei einteilen. Planen Sie nach den Bedürfnissen und dem Können Ihrer Jüngsten und freuen Sie sich auf eine entspannte Radtour entlang der Donau.
Auch wenn vernünftige Radfahrer immer mit Helm unterwegs sind, sollten Sie wissen: In Österreich gibt es eine gesetzliche Helmpflicht für Kinder unter 12 Jahren.
Wenn Sie dem Donau-Radweg von Wien nach Budapest folgen wollen, dann sollten Sie jedoch bedenken, dass Sie sich nach der österreichischen Grenze die Straße mit Autos und LKWs teilen müssen. Zudem kommt es immer wieder zu einigen Steigungen, die anstrengend sein können. Wir empfehlen Ihnen, diesen Teilabschnitt bis zur Hauptstadt von Ungarn erst dann mit Ihren Kindern zu radeln, wenn diese fit und geübt im Straßenverkehr sind. Also ab etwa 12 Jahren.

Reisezeit

Der Donau-Radweg ist eröffnet, sobald die Sonne scheint! In Frühjahr, Sommer und Herbst lässt es sich an der Donau gut radeln. Im Frühjahr tritt die Donau an manchen Orten wenige Tage über ihr Ufer, da die Zuflüsse aus den Alpen das Wasser der Schneeschmelze mitbringen. Das ist jedoch selten von langer Dauer. Örtliche Umleitungen führen Sie dann auf dem kürzesten Weg um das Wasser herum und zurück an das Ufer der Donau.
Im Sommer begleiten Sie entlang der österreichischen Donau meist Westwinde. Das bedeutet für Sie angenehmen Rückenwind auf dem Donau-Radweg zwischen Passau und Wien.