Wien

Wien
  • Ca. 1,8 Millionen Einwohner
  • Siebtgrößte Stadt der Europäischen Union
  • Jahrhundertelang kaiserliche Reichshaupt- und Residenzstadt der Habsburger

Kleiner historischer Überblick

Aus der Epoche vom 5./6. bis zum 9. Jahrhundert sind keine schriftlichen Nachrichten über das Schicksal des antiken Römerlagers Vindobona sowie der hiesigen Zivilstadt erhalten. Nach aktuellen archäologischen Erkenntnissen ist jedenfalls eindeutig von einer Siedlungsunterbrechung, verbunden mit dem Fortbestehen baulicher Reste, somit einer "Ruinenkontinuität", auszugehen. Bereits um 800 dürfte es zu ersten Kirchengründungen gekommen sein. Bei der Kirche St. Ruprecht weist der salzburgische Titelheilige auf eine Entstehung in der Zeit vor 829. In diesem Jahr wurden die Diözesangrenzen zwischen Salzburg und Passau neu geregelt. Das ebenfalls über einen Salzburger Titelheiligen verfügende St. Peter wurde zur ersten Pfarre Wiens.
Für die 881 erstmals mit ihrem heutigen Namen ("Wenia") belegte Siedlung sollten im Gefolge der ungarischen Expansion im 9. und 10. Jahrhundert abermals schwere Zeiten anbrechen. Spätestens um die Jahrtausendwende gibt es erste Hinweise auf eine frühe, noch sehr bescheidene Konsolidierung.
Sesshaftwerdung, Christianisierung der Ungarn und eine massive Kolonisationsbewegung im Donauraum schufen die Voraussetzungen für einen allgemeinen Aufschwung der Siedlungstätigkeit. Dies geschah innerhalb des Rahmens der seit 976 bestehenden Markgrafschaft Österreich unter den Babenbergern. Für den Siedlungsplatz Wien, der noch bis ins 12. Jahrhundert an der Grenze zu Ungarn lag, wirkte sich der Aufschwung erst vorteilhaft aus, als die österreichischen Landesfürsten ihre Position endgültig gefestigt hatten. Die Entwicklung Wiens zur voll ausgebildeten Stadt wurde erst durch einen vertraglich geregelten Interessenausgleich mit dem Bistum Passau 1137/38 möglich.
In den frühen 1150er-Jahren verlegten die österreichischen Markgrafen, damals auch Herzöge von Bayern, ihre Residenz nach Wien. Sie errichteten ihre Pfalz Am Hof und gründeten Wiens ältestes Kloster, St. Maria bei den Schotten. Vorbildwirkung für so manche Maßnahme übte vor allem die bayerische Hauptstadt Regensburg aus, die allerdings binnen weniger Jahrzehnte von Wien überflügelt wurde. Schon um 1170 sprach ein auswärtiger Beobachter davon, dass Wien die "civitas metropolitana", der hervorragendste Platz im nunmehrigen Herzogtum Österreich (seit 1156), sei.
Das späte Mittelalter kann als Blütezeit sowohl im Hinblick auf die Umsetzung der bürgerlichen Autonomie wie auch im Hinblick auf den Ausbau der Stadtlandschaft Wiens gelten. Die städtebaulich-topographische Entwicklung lässt sich aus Gründen der besseren Überlieferung vor allem an der Ausgestaltung der Kirchenlandschaft ablesen. Die Grundlagen waren bereits unter den Babenbergern gelegt worden. Unter habsburgischer Herrschaft, insbesondere während des 14. Jahrhunderts, kam es zu einer weiteren Intensivierung und Dynamisierung. Die ältesten erhaltenen Stadtansichten ab dem zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts zeigen eine dicht verbaute, spätmittelalterliche Stadt mit hoch aufragenden Giebelhäusern und zahlreichen Kirchenbauten. Sie belegen, dass die schon seit der Zeit um 1200 nach und nach stärker besiedelte Vorstadtzone markant an Konturen gewonnen hatte. Die Ausfallsstraßen stellten dabei gleichsam die Arterien der Entwicklung dar.
Spätestens im 14. Jahrhundert setzte die gotische Umgestaltung der Stadtlandschaft massiv ein und drückte dem Stadtbild bis ins frühe 17. Jahrhundert seinen Stempel auf. Exemplarisch lässt sich dies an der Umgestaltung der Pfarrkirche St. Stephan verfolgen, deren kirchenrechtliche Position als Sitz der Pfarre sich erst 1469 wandelte, als Wien und damit seine Hauptkirche zum Bischofssitz erhoben wurde. Die geistige Ausstrahlung der Stadt, nachhaltig vom habsburgischen Hof dominiert, erfuhr im 14. Jahrhundert mit der Gründung der Wiener Universität (1365) und deren folgendem Ausbau eine entscheidende Bereicherung. Nach der Universität in Prag, die 1348 durch Kaiser Karl IV. gegründet wurde, ist Wien damit die zweitälteste "deutsche" Universität.

Sehenswürdigkeiten in Wien

Wien - Schloss Schönbrunn

Das Schloss Schönbrunn

Das majestätische Schloss Schönbrunn in Wien ist eines der bedeutendsten Kulturgüter Österreichs und mehr als sehenswert. Das Schloss mit den beinahe gewaltigen Parkanlagen und der sagenhaften Innen- und Außengestaltung scheint geradewegs einem Märchen entwachsen – und möchte Sie genau dorthin entführen: In die Zeiten der berühmten Kaiserin und Reformerin Maria Theresia und dem ebenso berühmten Kaiserpaar Sisi und Franz Joseph.
Verschiedene Touren führen Sie durch die Anlagen und warten mit einer Unmenge interessanter Informationen rund um das Schloss und die Anlagen selbst sowie die damals dort lebenden Herrscherpersönlichkeiten.

Wien - Wiener Prater

Der Wiener Prater

Der Wiener Prater im 2. Wiener Gemeindebezirk war ursprünglich das Jagdgebiet von Kaiser Maximilian II, nachdem er es von einer Adelsfamilie erworben hatte. Zeitweise bestand ein absolutes Betretungsverbot, bis der Park 1775 schließlich der Allgemeinheit zugänglich gemacht wurde. Sehr bald wurde der Prater zum wichtigsten Naherholungsgebiet der Wiener, was sich bis heute nicht geändert hat. Touristen ist im Zusammenhang mit dem Prater vor allem das gewaltige Riesenrad mit 64 Metern Höhe bekannt, obwohl das Areal natürlich nicht nur aus dem sogenannten „Wurstelprater“ besteht, welcher der älteste Vergnügungspark der Welt ist. Er besteht zudem aus einer Vielzahl von Gastronomiebetrieben, Ringelspielen und anderen Vergnügungsbetrieben Verstreut über den ganzen Park befinden sich eine große Anzahl von Sportanlagen, Wiesen zum Entspannen und zahlreiche Gewässer.

Wien - Der Stephansdom

Der Stephansdom

Der Wiener Stephansdom steht für Vieles: Er ist ein weltberühmtes Kulturgut und ein Bauwerk, das international keine Vergleiche zu scheuen braucht. Er ist das nationale Wahrzeichen Österreichs und ein Symbol für die österreichische Identität. Zugleich ist der Dom ein Touristenmagnet ersten Ranges. Aber allem voran ist der Stephansdom – neben seiner kulturellen Bedeutung – natürlich auch Kirche: An jedem Wochentag werden sieben, an jedem Sonntag zehn Gottesdienste gefeiert. Besonders zu den hohen Feiertagen (Ostern, Pfingsten, Weihnachten etc.) wird der stets wunderschön geschmückte Dom von vielen Kirchgängern besucht. Gottesdienste von allgemeinem Interesse (Hochzeiten, Requien bedeutender Persönlichkeiten etc.) werden oft live im Fernsehen übertragen. Zu solchen besonderen Anlässen und zu den hohen Feiertagen läutet die Pummerin diese Festgottesdienste ein.