Dillingen

Dillingen
  • Ca. 18 000 Einwohner
  • Im bayerischen Schwaben

Kleiner historischer Überblick

Dillingen liegt am Nordufer der Donau im Donauried und hat ca. 18.700 Einwohner. Die Anfänge der Stadt gehen auf eine alemannische Siedlung sowie auf eine ottonische
Landesburg zurück. Diese Burg entwickelte sich im 10. Jh. zum Mittelpunkt einer Grafschaft und ist 973 zum ersten Mal erwähnt. In ihrer unmittelbaren Nachbarschaft bildete sich im hohen Mittelalter ein Markt, der in der späten Stauferzeit zur Stadt ausgebaut wurde. Dank der großzügigen Förderung durch die Fürstbischöfe von Augsburg konnte Dillingen zu einer veritablen Stadt heranwachsen. Seine Burg wurde durch Kardinal Peter von Schaumburg (1424-1469) zu einem spätgotischen Burgschloss umgebaut. In ihr wurde die Regierung des Hochstifts, des weltlichen Herrschaftsgebietes der Bischöfe von Augsburg, eingerichtet. 1551 erfolgte die Gründung der Universität Dillingen durch den Augsburger Bischof Kardinal Otto Truchseß von Waldburg, die der Stadt für Jahrhunderte eine geistige Vorrangstellung im weiten Umkreis sicherte. Das Dillinger Schloss ist eines der geschichtsträchtigsten profanen Bauwerke im östlichen Schwaben. Weitere bedeutsame Kultur- und  Kunstdenkmäler der fürstbischöflichen Epoche haben sich in der Basilika St. Peter, im Franziskanerinnenkloster mit seiner Kirche und in der Königstraße erhalten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte verstärkt die Ansiedlung von Gewerbe und Industrie. Der Freistaat Bayern errichtete 1972 die Akademie für Lehrerfortbildung; damit wurde die Stadt Zentrum der Lehrerfortbildung in Bayern. Durch eine rege Bautätigkeit wuchs die Stadt auch räumlich in bedeutendem Umfang. Weitere Aufmerksamkeit bekam sie durch den geistlichen Gelehrten Sebastian Kneipp. Dieser kurierte seine Lungenkrankheit um 1849, indem er regelmäßig in die Donau stieg. Die erfolgreiche Genesung bewies die Heilwirkung von kaltem Wasser.