2019
Radtour von Wien nach Budapest

Radtour von Wien nach Budapest

Auf dem Donau-Radweg durch drei europäische Hauptstädte

  • Wien – Budapest
  • Wien, Bratislava, Donauknie, Budapest
  • Etappenlänge ●●○○○
  • Höhenprofil ●●○○○
  • Donau-Radweg Teil 4 – der Klassiker!

8
Tage

50
Ø km pro Tag

Bei dieser Reise besuchen Sie gleich drei wunderschöne europäische Hauptstädte. Wandeln Sie in Wien auf den Spuren von Sissi und Franz. Betrachten Sie Bratislava von einem UFO aus. Und erkunden sie in Budapest das unterirdische Labyrinth natürlicher Höhlen. Ansonsten ist die Radtour von Passau nach Wien sehr ländlich geprägt. Der Nationalpark Donau-Auen ist Heimat von schätzungsweise mindestens 5000 Tierarten. Die Kleine Schüttinsel wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Beim Anblick der weiten Sonnenblumenfelder lacht das Radler-Herz. Die nächste landschaftliche Besonderheit erwartet Sie beim Donauknie. Durch das Visegráder Gebirge bahnt sich die Donau ihren Weg in einem nahezu perfekten rechtwinkligen Knick. Auch hier leben unzählige Tier- und Pflanzenarten in der weitgehend unberührten Natur. Direkt im Anschluss können Sie die einzigartige Landschaft der Insel Szentendre genießen. Bereits im ersten Jahrhundert nach Christus ließen sich die Römer in dieser Region nieder. Sie hinterließen ihre Spuren und so werden Sie zahlreiche Ausgrabungsstätten römischer Siedlungen entdecken. Im Archäologischen Park Carnuntum bei Bad Deutsch-Altenburg gibt es sogar die Überreste einer der größten Gladiatorenschulen zu sehen. Auf dieser Radtour wird Ihnen sicher nicht langweilig, denn zwischen Wien und Budapest gibt es einiges zu entdecken!

Radtour von Wien nach Budapest

Kurzinfo

  • Buchungscode
    OE-DOWB7
  • Start / Ziel
    Wien / Budapest
  • Dauer
    8 Tage, 7 Nächte
  • Länge
    ca. 295 km
    Etappenlänge ●●○○○
    zwischen 35 und 55 km, Ø 50 km
    Höhenprofil ●●○○○
  • Wegbeschaffenheit
    Die Strecke verläuft meistens flach, in Österreich auf gut ausgebauten Radwegen, in der Slowakei und Ungarn auch auf Wirtschaftswegen, gekiesten Dämmen und Landstraßen
  • Parkinformation
    In Wien stehen kostenfreie Parkplätze auf öffentlich Straßen sowie diverse Parkgaragen (3 € bis 12 € / Tag) zur Verfügung, zahlbar vor Ort. 
    Keine Reservierung durch Radweg-Reisen möglich.
  • Rückreise nach Wien
    Optional mit einem Kleinbus (in Saison A und B fährt dieser FR, SA und SO, in Saison C täglich), Dauer ca. 3,5 Stunden, Abfahrtszeit ca. 15.30 Uhr, muss bei Buchung mit angegeben werden, zahlbar vor Ort.
    Alternativ in Eigenregie mit der Bahn, Verbindungen 2-stündlich, Dauer ca. 2,5 Stunden, Direktverbindung.
  • Hinweis
    In der Slowakei ist das Tragen eines Fahrradhelmes Pflicht! Dies gilt für Erwachsene außerhalb von Ortsgebieten, für Kinder bis 15 Jahre generell. Nachts oder bei schlechter Sicht sind außerdem Reflektoren auf der Kleidung oder Warnwesten vorgeschrieben.
Karlskirche in Wien

1. Tag: Individuelle Anreise nach Wien

In der österreichischen Hauptstadt warten unzählige Sehenswürdigkeiten darauf, von Ihnen erkundet zu werden. Neben den Klassikern wie Stephansdom, Schloss Schönbrunn und Prater gibt es auch unbekanntere Schätze, die Sie nicht verpassen sollten. Die Kapuzinerkirche ist seit dem 17. Jahrhundert die Begräbnisstätte der Habsburger. In der Kaisergruft ruhen Kaiser, Kaiserinnen und viele weitere Mitglieder der Herrscherfamilie in Sarkophagen und Särgen. Wenn man von einem Musikvereinsgebäude hört, erwartet man wahrscheinlich ein Probelokal für eine Blaskapelle. Doch nicht in Wien! Aufgrund der überragenden Akustik im Goldenen Saal finden dort Konzerte der Wiener Philharmoniker statt. Abseits des Konzertbetriebs kann das historische Gebäude im Rahmen einer Führung besichtigt werden. 

Schloss Orth
Schloss Orth

2. Tag: Wien – Bad Deutsch-Altenburg / Hainburg, ca. 50 km

Auf den ersten Etappen Ihrer Radtour von Wien nach Budapest radeln Sie durch den Nationalpark Donau-Auen. Bei Orth lohnt sich ein Abstecher zur schwimmenden Schiffmühle. Die Wassermühle ist komplett aus Holz gefertigt und die einzige funktionierende Schiffmühle an der gesamten Donau. Im viertürmigen Schloss Orth ist das Informationszentrum Nationalpark Donau-Auen untergebracht. Hier bleiben keine Fragen zum Nationalpark offen. In der Ausstellung DonAUräume wird Ihnen die Entstehung der Donau-Auen erklärt. Beim Rundgang über die Schlossinsel können Sie die für den Park typischen Lebensräume, Tiere und Pflanzen entdecken. Sogar Schildkröten leben hier. Das heutige Ziel Bad Deutsch-Altenburg haben Sie bald erreicht. Der Kurort ist bekannt für die stärkste Jod-Schwefel-Quelle Mitteleuropas.

Blick auf die Burg Bratislava

3. Tag: Bad Deutsch-Altenburg – Bratislava, ca. 35 km

Nur vier Kilometer von Bad Deutsch-Altenburg entfernt befindet sich der Archäologische Park Carnuntum. Aus einer der bedeutendsten Ausgrabungsstätten ist Österreichs größtes Freilichtmuseum entstanden. Entdecken Sie dort eine Römerstadt mit zahlreichen Baudenkmälern und authentischen Rekonstruktionen. Bald schon erreichen Sie Bratislava. Die heutige Etappe ist die kürzeste auf Ihrer Radtour zwischen Wien und Budapest. In die Hauptstadt der Slowakei gelangen Sie über die Brücke Novy Most. Mit einem Lift erreichen Sie die Aussichtsplattform UFO, die außerdem ein Restaurant und Café beherbergt. Wie es zu diesem Namen gekommen ist? Ein Blick auf dieses mächtige Bauwerk genügt. Bratislava wird von seiner der Burg dominiert. Sie thront auf einem Felsen der Kleinen Karpaten über der Stadt. Genießen Sie die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Stadt und lassen den Tag in einem gemütlichen Restaurant ausklingen.

Landleben
Landleben auf der Kleinen Schüttinsel

4. Tag: Bratislava – Győr, ca. 45 km + Bahnfahrt

Sie verlassen Bratislava und radeln bis zur Staustufe Čunovo auf einem Damm. In Richtung Rajká führt Sie Ihre Radtour nun über die ungarische Grenze. Zwischen Wien und Budapest sind die nächsten beiden Etappen die einzigen, die nicht direkt an der Donau entlangführen. Von Rajká bis nach Győr erstreckt sich die Kleine Schüttinsel. Sie wird im Norden von der Donau und im Süden von der Kleinen Donau begrenzt. Die Kleine Schüttinsel ist ein riesiges Augebiet, das landschaftlich sehr intensiv genutzt wird. Wunderschön sind die weiten Sonnenblumenfelder, die Sie immer wieder passieren. In Mosonmagyaróvár endet Ihre Radtour, es geht mit der Bahn weiter. Doch zunächst sollten Sie die Stadt mit dem zungenbrecherischen Namen erkunden. Wo heute eine Stadt mit einem hübschen barocken Zentrum steht, war einst nur ein Sumpfgebiet vorhanden. Mit Hilfe von zahlreichen Kanälen wurde dieses trockengelegt. Über diese kleinen Flüsschen führen heute 17 Brücken, weshalb die Stadt den Beinamen Stadt der 17 Brücken erhalten hat. Mit der Bahn erreichen Sie Győr.

Gyor
Das Rathaus in Győr

© Ungarisches Tourismusamt

5. Tag: Győr – Komárom, ca. 55 km

Győr liegt am Zusammenfluss dreier Flüsse, die nur wenige Kilometer entfernt in die Donau münden. Die Stadt ist heute eines der wichtigsten Industriezentren des Landes. Eine architektonische Meisterleistung ist das imposante Rathaus. Vom Turm der Bischofsburg aus haben Sie eine tolle Sicht auf die Stadt und ihre Umgebung. Mit den kleinen Touristeneisenbahnen erreichen Sie schnell die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. So bleibt genug Zeit für deren Besichtigung. Die heutige Radtour führt Sie zurück zur Donau. Unterwegs lohnt sich eine Pause in Bábolna. Im Staatsgestüt Bábolna werden Ungarns beste und schnellste Rennpferde gezüchtet. Ziel der heutigen Etappe ist die geteilte Stadt Komárom/Komárno. Verbunden sind die beiden Städte durch die Brücke der Freundschaft. Auf der ungarischen Seite der Stadt sind drei Festungen aus dem 19. Jahrhundert noch sehr gut erhalten und äußerst sehenswert.

Esztergom
Die Basilika von Esztergom

6. Tag: Komárom – Visegrád, ca. 55 km + Schiff- bzw. Bahnfahrt    

Große Teile der heutigen Etappe müssen auf Hauptstraßen zusammen mit dem motorisierten Verkehr gefahren werden. Da heißt es Augen auf und durch. Bereits von weitem werden Sie die mächtige Basilika von Esztergom sehen. Die größte Kirche Ungarns liegt auf einer Bergkuppe und bietet einen tollen Rundumblick. Die Stadt ist ein besonderes Highlight. Sie wird auch als ungarisches Rom bezeichnet und galt einst als kirchliches Oberhaupt Ungarns. Bei einem Stadtbummel können Sie die zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten entdecken. Die letzten Kilometer der heutigen Etappe legen Sie mit dem Schiff zurück. Bewundern Sie auf dem Weg nach Visegrád entspannt die reizvolle Landschaft. Die Burg Visegrád ist auf einem Berg über der Stadt gelegen und bereits von weitem zu sehen. Visegrád war im 14. Jahrhundert sogar zum Sitz des Königs. Die Mitglieder des Hofstaats wohnten auf der Burg, bis unterhalb ein prunkvoller Königspalast gebaut wurde. Er sollte die gesamte Macht und das Reichtum des Königs widerspiegeln. Die Ruinen des Palastes wurden erst 1935 gefunden.

Visegrad
Hoch über der Donau thront die Burg Visegrád

7. Tag: Visegrád – Budapest, ca. 55 km

Zwischen Esztergom und Szentendre ändert die Donau ihre Richtung. Sie bahnt sich in einem riesigen Bogen ihren Weg durch das ungarische Bergland. Schließlich fließt sie in südlicher Richtung weiter. Das so genannte Donauknie ist eine der schönsten Landschaften Ungarns. Seit Jahrtausenden ist die Region Heimat etlicher Tier- und Pflanzenarten. Im Donauknie beginnt die Insel Szentendre, die von der Donau umarmt wird. Östlich fließt der Hauptstrom, westlich ein Nebenarm der Donau an der Insel vorbei. Die etwa 30 Kilometer lange Insel ist ein Naturparadies und das Naherholungsgebiet der Budapester. Hier gibt es endlose Alleen, weite Maisfelder, Dschungel ähnliche Wälder im Uferbereich und die Donau. In der man hier überall baden kann und die sich für einen Ausflug mit dem Kanu bestens eignet. Am südlichen Ende der Insel haben Sie bereits den nördlichen Stadtrand von Budapest erreicht.

Budapest
Budapest - Im Vordergrund die Nationalgalerie

8. Tag: Individuelle Abreise oder Verlängerung

Buda und Pest, durch die Donau voneinander getrennt, bilden gemeinsam eine der schönsten Städte der Welt. Zahlreiche prunkvolle Gebäude verleihen der Stadt eine besondere Magie. Allen voran die ehemalige königliche Burg, die auf Budapests höchstem Punkt über der Stadt thront. Unter der Burg befindet sich ein unterirdisches Höhlenlabyrinth. Natürliche Höhlen bilden dort mehr als zehn Kilometer lange Gänge, die bereits im Mittelalter miteinander verbunden wurden. Das Parlament ist ein etwa 270 Meter langer Gebäudekomplex besteht aus fast 700 Zimmern. Der Prunkbau wurde im neugotischen Stil erbaut und besitzt 365 Türmchen. An dieser Stadt können Sie sich nicht sattsehen. Wenn Ihnen also das Ende der Radtour von Wien nach Budapest zu plötzlich gekommen ist, verlängern wir gerne Ihren Aufenthalt.