2019
Radtour an der bayerischen Donau

Radtour an der bayerischen Donau

Durch den Freistaat von Donauwörth nach Passau

  • Donauwörth – Passau
  • Kloster Weltenburg, Donaudurchbruch, Walhalla
  • Etappenlänge ●●○○○
  • Höhenprofil ●○○○○
  • Donau-Radweg Teil 2 – der Klassiker!

8
Tage

50
Ø km pro Tag

Bei der Radtour an der bayerischen Donau radeln Sie einmal quer durch den Freistaat. Der freien Reichs- und Handelsstadt Donauwörth verhalf der Bau einer Brücke zu Reichtum und Wohlstand. Denn dort kreuzte einst eine der wichtigsten Handelsstraßen die Donau. Von den Ausläufern der Fränkischen Alb begleitet, erreichen ein echtes Highlight: Die Weltenburger Enge. Vor 200.000 Jahren grub sich ein Nebenarm der Urdonau tief in die Kalkfelsen und erschuf das heutige Flussbett. Vom Schiff aus können Sie die bizarren Felsformationen genau in Augenschein nehmen. Mit Regensburg erreichen Sie den nördlichsten Punkt der gesamten Donau. Vom harten Gestein des Böhmischen Massivs wird der Fluss hier umgeleitet und ändert seine Richtung. Sie werden nun von den Ausläufern des Bayrischen Waldes und der fruchtbaren Ebene des Gäubodens begleitet. Auf dem Weg nach Passau werden Ihnen einige Kuriositäten begegnen. Sie werden herausfinden, was es mit der schwangeren Madonna auf sich hat und was die Mehlspeis zum Umhängen ist.

Reiseverlauf

Radtour an der bayerischen Donau

Kurzinfo

  • Buchungscode
    DO-DP7
  • Start / Ziel
    Donauwörth / Passau
  • Dauer
    8 Tage, 7 Nächte
  • Länge
    ca. 310 km
    Etappenlänge ●●○○○
    zwischen 40 und 65 km, Ø 50 km
    Höhenprofil ●○○○○
  • Wegbeschaffenheit
    Weitgehend ebener Verlauf überwiegend auf Radwegen. Es gibt auch längere Abschnitte auf verdichteten Erdwegen, kleine Stücke verlaufen durch Wald. Die Orte liegen häufig auf hochwassersicheren Anhöhen.
  • Parkinformation
    Parkhaus im Ried, Öffnungszeiten: durchgehend, Kosten: ca. 5,00 € pro Tag. Keine Reservierung durch Radweg-Reisen möglich.
  • Rückreise nach Donauwörth
    In Eigenregie mit der Bahn, Verbindungen ca. stündlich, 1-2 x Umsteigen, Dauer ca. 4 Stunden.
  • Durchführung
    Radweg-Reisen
Der Zusammenfluss von Donau und Wörnitz bei Donauwörth

1. Tag: Individuelle Anreise nach Donauwörth / Wörnitzstein

Beginnen Sie Ihre Radtour an der bayerischen Donau dort, wo in Donauwörth alles begann. Die ersten Fischer und Schiffer ließen sich auf einer kleinen Insel im Fluss Wörnitz nieder. Diese nannten sie Wörth. Im 16. Jahrhundert wurde sie umbenannt und heißt heute Ried. In der verkehrsberuhigten Zone haben sich viele Gastronomiebetriebe angesiedelt. So ist die Insel heute das perfekte Ziel für eine Pause in einem der Cafés. Auch das Heimatmuseum ist hier untergebracht. Hier können Sie eine Reise durch die vergangenen Jahrhunderte in Donauwörth unternehmen. Schlendern Sie auch durch die Reichsstraße. Sie gilt als einer der schönsten Straßenzüge Süddeutschlands. Früher verlief hier die Reichsstraße von Nürnberg nach Augsburg. Sie war im Mittelalter eine der wichtigsten Handelsstraßen.

Neuburg an der Donau

2. Tag: Donauwörth / Wörnitzstein – Ingolstadt, ca. 65 km

Heute werden Sie von den Ausläufern der Fränkischen Alb begleitet. Abwechslungsreich geht es ein wenig auf und ab, bis Sie Neuburg erreichen. Hier sollten Sie eine Pause einlegen und das Residenzschloss besichtigen. Das Gebäude aus der Renaissance ist ein wahrer Prachtbau! Nach einem Bummel durch die hübsche Altstadt geht es weiter auf dem Donau-Radweg. Das Etappenziel Ingolstadt ist auf dem Papier zwar eine Großstadt, im Herzen aber beschaulich geblieben. An allen Ecken und Enden können Sie in die Geschichte der Stadt eintauchen. Mittelalterliche Tore und Türme, bestens erhaltene Festungsanlagen sowie detailgetreu restaurierte Giebelhäuser sind überall zu finden. Vielen wird die Stadt als die Heimat der Automarke Audi bekannt sein. Im Audi museum mobile können Sie zahlreiche Exponate von früher und heute bestaunen. Außerdem lernen Sie die beeindruckende Geschichte der Marke kennen. In Ingolstadt wird die Vergangenheit überall lebendig.

Donaudurchbruch bei Weltenburg

3. Tag: Ingolstadt – Kelheim, ca. 55 km + Schiff fahrt

Bis Pförring radeln Sie entlang der Donau. Auf der Deutschen Limes-Straße geht es dann über Neustadt und Bad Gögging etwas abseits des Flusses weiter. Sie nähern sich einem echten Highlight Ihrer Radtour an der bayerischen Donau: Dem Donaudurchbruch zwischen Weltenburg und Kelheim. Im Benediktinerkloster Weltenburg können sie im Biergarten der Klosterschenke eine Pause einlegen. Genießen Sie im schönen Innenhof ein Bier aus der hauseigenen Klosterbrauerei. Keine Sorge – den Weg nach Kelheim legen Sie bequem mit dem Schiff zurück. Hier hat die Donau sich tief in den fränkischen Jurafels gegraben. Die weißen Felsen ragen direkt aus dem Wasser bis zu 100 Meter senkrecht in die Höhe. Genießen Sie die unglaublich schöne Landschaft vom Wasser aus. Am Zusammenfluss von Donau und Altmühl ist die Schifffahrt zu Ende.

Regensburg

4. Tag: Kelheim – Regensburg, ca. 40 km

Wenn Sie möchten, können Sie vor der Abfahrt noch einen kurzen Abstecher zur Befreiungshalle machen. Mit der Ludwigsbahn können Sie den steilen Anstieg mühelos bewältigen. Der Bau des auf einem Felsen gelegenen Wahrzeichens dauerte sage und schreibe 21 Jahre. Von dort oben haben Sie einen tollen Blick über die Umgebung. Den Weg nach Regensburg legen Sie stets in Ufernähe zurück. So ist der nördlichste Punkt der Donau bald erreicht. In Regensburg können Sie durch eine wunderbar erhaltene Altstadt schlendern. Hier steht sogar die älteste Brücke Deutschlands, die noch funktionsfähig ist. Es ist gleichzeitig die älteste noch funktionsfähige Brücke über die Donau. Das Wahrzeichen der UNESCO Welterbestadt ist der Regensburger Dom. Es ist die einzige gotische Kathedrale in ganz Bayern. Lassen Sie den Abend in einem der traditionellen Wirtshäuser ausklingen. Zum Beispiel im Mutterhaus, wie die Brauereigaststätte Kneitinger liebevoll genannt wird. Dort gibt es echt bayerische Schmankerl und selbst gebrautes Bier.

Wörth an der Donau

5. Tag: Regensburg – Straubing, ca. 50 km

Die erste Herausforderung wartet bereits wenige Kilometer hinter Regensburg. Die Walhalla in Donaustauf wurde von König Ludwig I. zu Ehren von rühmlich ausgezeichneten Teutschen errichtet. Der majestätische Bau ist eine Nachbildung des Parthenon auf der Akropolis. Für den Besuch müssen Sie jedoch nicht nur den Anstieg auf den Bräuberg meistern. Zum Eingangsportal führen noch 358 Treppen hinauf. Bei Regensburg wird die Donau vom harten Gestein des Böhmischen Massivs umgeleitet. Die Radtour an der bayerischen Donau führt nun in Richtung Südosten. Linker Hand tauchen nach und nach die ersten Berge des Bayrischen Waldes auf. Linker Hand erstreckt sich das fruchtbare Land des Gäubodens. Bereits seit der Römerzeit wird Straubing als das Herz des Gäubodens bezeichnet. Hier findet jedes Jahr im Sommer eines der größten Volksfeste Bayerns, das Gäubodenvolksfest, statt. Im Gäubodenmuseum erhalten Sie einen Einblick in das römische Leben in Straubing. Der gotische Stadtturm ist das Wahrzeichen der Stadt. Er steht majestätisch inmitten der farbenfrohen Patrizierhäuser am Marktplatz.

Marktplatz in Straubing

6. Tag: Straubing – Deggendorf, ca. 40 km

Bereits nach wenigen Kilometern erreichen Sie den Ort Bogen. Hier ereignete sich eine ganz besondere Geschichte. Anfang des 12. Jahrhunderts wurde hier eine Marienstatue gefunden. Sie wurde wahrscheinlich von einem gekenterten Schiff angespült. Ende des 17. Jahrhunderts ließ man die Statue zu wissenschaftlichen Zwecken entkleiden. Dabei fand man heraus, dass es sich um die Darstellung einer schwangeren Madonna handelte. Seitdem ist der kleine Ort für ebendiese schwangere Madonna weithin bekannt. Am Deggendorfer Rathaus finden sich neben Fabeltieren und Fratzenköpfen auch zwei durch Ketten verbundene Kugeln. Man nimmt an, dass es sich dabei um ein mittelalterliches Strafinstrument handelt, die Schandkugeln. Diese haben unter anderem zur Deggendorfer Knödelsage beigetragen. Sie besagt, dass die Frau des Bürgermeisters gerade Knödel zubereitet hatte, als die Stadt belagert wurde. Mit einem dieser Knödel gelang es ihr, die böhmischen Feinde in die Flucht zu schlagen. Im Volksmund wurden die Schandkugeln deshalb auch Mehlspeis zum Umhängen genannt.

Benediktinerabtei Niederaltaich

7. Tag: Deggendorf – Passau, ca. 60 km

Deggendorf wird auch das Tor zum Bayrischen Wald genannt. Hier steigen Sie zum letzten Mal während Ihrer Radtour an der bayerischen Donau aufs Rad. Zwischen Niederaltaich und Hofkirchen macht der Fluss noch ein paar Schlenker. Hier führt der Radweg nicht immer direkt am Ufer entlang. Doch auf dem letzten Drittel der heutigen Etappe haben Sie den Fluss immer im Blick. Ihr heutiges Ziel ist die Dreiflüssestadt Passau. Hier fließen Inn, Ilz und Donau zusammen. Die Geschichte der Stadt reicht sogar bis um 500 vor Christis zurück. So waren hier Kelten, Römer und Bajuwaren, sozusagen die Ur-Bayern, zu Hause. Der Dom St. Stephan, der auf einem Hügel inmitten der Altstadt thront, wurde als Bischofskirche erstmals im Jahr 730 urkundlich erwähnt. Er wurde in den Jahrhunderten immer wieder verändert. Heute ist im Dom der größte barocke Innenraum nördlich der Alpen zu sehen. Es gibt fünf Orgeln in der Kirche, die alle vom Hauptspieltisch aus zum Klingen gebracht werden können. Die Orgel ist somit die größte katholische Kirchenorgel der Welt.

Passau

8. Tag: Individuelle Abreise oder Verlängerung

Nach dem Frühstück endet Ihre Radtour an der bayerischen Donau. Wenn Sie noch Zeit haben, schlendern Sie doch noch einmal durch die schöne Altstadt. Sie können am Nordufer der Donau die 800 Jahre alte Veste Oberhaus besuchen. Von dort oben haben Sie einen tollen Blick über die Stadt. Im Oberhausmuseum, das im altehrwürdigen Gemäuer der Veste untergebracht ist, wird die Geschichte der Stadt lebendig. Um Passau ganz entspannt und in vollen Zügen genießen zu können, buchen wir gerne eine Verlängerungsnacht. Hier gibt es immer etwas zu entdecken.