Ulm

Ulm
  • Ca. 120.000 Einwohner
  • Grenzstadt zu Bayern am Zufluss der Iller
  • Startpunkt der Auswanderung vieler Donauschwaben

Kleiner historischer Überblick

Die Universitätsstadt Ulm liegt an der Einmündung der Iller und der Blau in die Donau und hat ca. 120.000 Einwohner (zusammen mit Neu-Ulm ca. 170.000). Ulm hat den höchsten Kirchturm der Welt (161,5 m) und ist eines der länderübergreifenden Doppelzentren Deutschlands. Die bayerische Stadt Neu-Ulm liegt rechts der Donau, und auf der linken Seite der Donau befindet sich die baden-württembergische Stadt Ulm. Ab Ulm ist die Donau schiffbar. Die Besiedlung Ulms begann wahrscheinlich 5000 v. Chr., wie verschiedene Funde belegen. Ulm wurde im frühen Mittelalter zur Kurpfalz und ist das erste Mal urkundlich erwähnt im Jahr 854. Unter den Staufern wurde die Siedlung weiter ausgebaut, bis sie 1181 von Kaiser Friedrich I. Barbarossa zur Stadt erhoben wurde. Ulm wird 1184 freie Reichsstadt. Im Jahr 1377 wurde mit dem Bau des Ulmer Münsters begonnen, da die alte Kirche außerhalb der Stadt lag und die Bewohner diese während einer Belagerung nicht besuchen konnten. Um 1500 blühte Ulm zur zweitgrößten Reichsstadt nach Nürnberg auf. Sie wurde wichtiger Umschlagplatz für Eisen, Holz und Wein. Durch die Entdeckung Amerikas und die damit verbundenen neuen Seewege verlor Ulm den Status als Handelszentrum und es folgte der wirtschaftliche Niedergang. Dazu trugen auch weitere Kriege, Seuchen und Reparationszahlungen bei, so dass die Stadt um 1770 bankrott war. Durch die Neuordnung Europas durch Napoleon wurde Ulm im Jahr 1802 unter die Verwaltung Bayerns gestellt. 1810 wurde die Stadt württembergisch bis auf die Teile rechts der Donau, die bei Bayern verblieben. 1811 führte der „Schneider von Ulm" erstmals seine mutigen Flugversuche über der Donau durch, die wegen fehlender Thermik scheiterten. Mit der Eröffnung der „Schwäbischen Eisenbahn" von Stuttgart über Ulm bis Friedrichshafen am 1. Juni 1850 erwachte die Stadt mit 12.000 Einwohnern wieder zu neuem Leben. Mit dem Neu- und Wiederbeginn von zwei Großbaustellen, der Bundesfestung mit 41 Festungswerken um Ulm herum sowie der Vollendung des Münsters, welches dann kurz vor Ende des Jahrhunderts den bis heute höchsten Kirchturm der Welt erhielt, zog wieder der Wohlstand ein. Das Ulmer Münster war von 1885 bis 1889, als es vom Eiffelturm abgelöst wurde, das höchste Gebäude der Welt.
1913 zählte die Stadt bereits 60.000 Einwohner, davon rund 10.000 Soldaten. Ulm war eine Garnisons-, aber auch eine Industriestadt: Magirus, Wieland und Kässbohrer trugen den Namen der Stadt in die Welt. Im 2. Weltkrieg wurden 80 % der Altstadt zerstört, das Münster blieb dank des Luftschutzes erhalten. Nach dem Krieg wurden in den 60er und 70er Jahren verschiede Hochschulen und Universitäten gegründet, u. a. auch die Hochschule für Gestaltung. Ulmer Persönlichkeiten sind u. a. Albert Einstein, der 1879 in Ulm geboren wurde, Albrecht Ludwig Berblinger, bekannt als der „Schneider von Ulm", Uli Hoeneß, Hildegard Knef und Mike Krüger. Einige Zeit in Ulm gewohnt haben auch die Geschwister Scholl, Herbert von Karajan und natürlich der Ulmer Spatz.

Sehenswürdigkeiten in Ulm

Ulm - Ulmer Münster

Ulmer Münster, Ulm

Das Ulmer Münster

Mit 161,5 m steht in Ulm der höchste Kirchturm der Welt. Die 768 Stufen zur Spitze lohnen sich, von oben genießt man einen grandiosen Ausblick über Ulm und den Albdonaukreis. Doch auch das Kirchenschiff ist einmalig, das geschnitzte Chorgestühl, die gotischen Bögen und die bunten Kirchenfenster schaffen eine besondere Atmosphäre.

Das Museum der Brotkultur

Neben alten Mühlen und Ofen gibt das Museum spannende Einblicke in die Kulturgeschichte des Brotes und der Bäckerzunft. Brot und Getreide in der Kunst oder als Symbol im religiösen Umfeld kommen dabei ebenso zur Sprache wie der Umgang mit Hungersnöten und somit dem Mangel von Brot.

Ulm - Das Fischerviertel

Das Fischerviertel, Ulm

Das Fischerviertel

Fachwerkhäuser reihen sich in der historischen Altstadt aneinander. Besuchen Sie das schiefe Haus, das seinem Namen alle Ehre macht, und das Rathaus mit seiner astronomischen Uhr. Nah beim Donauufer waren hier einst die Fischer sesshaft.

Neue Mitte

Die Neue Mitte stellt den Kontrast zu den historischen Gemäuern - moderne, preisgekrönte Architektur setzt einen besonderen Akzent im Ulmer Stadtbild.

Ulm - Die Stadtmauer

Die Stadtmauer, Ulm

Die Friedrichsau und der Tiergarten

Im idyllischen Park am Donauufer spazieren Sie unter alten Kastanienbäumen vorbei an kleinen Weihern. Reste der alten Bundesfestung sind hier ebenso zu finden wie gemütliche Biergärten und der Tiergarten, in dem Erdmännchen gefüttert und Schweine gebürstet werden können.

Die Stadtmauer

Entlang des Donauufers sind noch weite Teile der Stadtbefestigung erhalten. Viele Cafés haben die Stadtmauer mittlerweile bestuhlt, so dass sich hier an Sommerabenden wunderbar ein Glas Wein in beinahe mediterraner Atmosphäre genießen lässt.