2019
Radtour von Passau nach Wien

Radtour von Passau nach Wien

Gemütlicher Radurlaub an der Donau für Genießer

  • Passau – Wien
  • Schlögener Schlinge, Linz, Stift Melk, Weinregion Wachau
  • Etappenlänge ●●○○○
  • Höhenprofil ●○○○○
  • Viele Leistungen inklusive!

10
Tage

45
Ø km pro Tag

Sie gilt als die beliebteste Strecke für Radreisende in Europa: Die Radtour von Passau nach Wien. Genießen Sie das pulsierende Leben in den Städten und die Idylle der Weinberge, Wiesen und Wälder. Die täglichen Radetappen sind kurz, so dass Sie viel Zeit für die Sehenswürdigkeiten und die Schönheit der Natur haben. Am Rande des Bayerischen Waldes starten Sie und erreichen mit der Schlögener Schlinge bereits auf der ersten Etappe ein Naturphänomen. Die Weinbauregion Wachau ist UNESCO Weltkulturerbe. Dank des milden Klimas, der zur Sonne geneigten Hänge und der Qualität der Urgesteinsböden wachsen die Trauben dort besonders gut. Stattliche Burgen, zerfallene Burgruinen und prachtvolle Klöster wollen auf dieser Radtour von Ihnen entdeckt und bestaunt werden. Genießen Sie zwischen Passau und Wien bestens ausgebaute Radwege, leckere Gerichte der ländlichen Küche und hervorragende Weißweine.

Reiseverlauf

Radtour von Passau nach Wien

Kurzinfo

  • Buchungscode
    OE-DOPW9
  • Start / Ziel
    Passau / Wien
  • Dauer
    10 Tage, 9 Nächte
  • Länge
    ca. 315 – 330 km
    Etappenlänge ●●○○○
    zwischen 40 und 55 km, Ø 45 km
    Höhenprofil ●○○○○
  • Parkinformation
    Parkhaus in Passau ca. 35 € / Woche
  • Rückreise nach Passau
    Optional mit einem Kleinbus (täglich), Dauer ca. 3,5 – 4 Stunden, Abholung ca. 14 Uhr direkt beim Hotel, muss bei Reservierung mit angegeben werden, zahlbar vor Ort
    Alternativ in Eigenregie mit der Bahn, Verbindungen mehrmals stündlich, Dauer ca. 3 Stunden, 1 x umsteigen.
  • Hinweis
    In Österreich besteht für Kinder bis 12 Jahre Helmpflicht.
  • Durchführung
    Lokaler Kooperationspartner
Passau an der Donau

1. Tag: Individuelle Anreise nach Passau

Schlendern Sie nach Ihrer Anreise in Passau durch die barocke Altstadt. Am höchsten Punkt der Altstadt erhebt sich der Dom St. Stephan. Zu erkennen ist er bereits von weitem an seinen drei Türmen. Mit fast 18.000 Pfeifen beherbergt er die größte Domorgel der Welt. Haben Sie schon einmal vom Passauer Tölpel gehört? Nein? Es handelt sich hierbei vermutlich um eine Figur des Passauer Doms. Bei einem großen Stadtbrand soll sie zerstört worden sein, es ist nur noch der Kopf erhalten. Nachdem der Tölpel im Oberhausmuseum ein neues Zuhause gefunden hatte, befindet er sich heute wieder in seiner gewohnten Umgebung. Sie finden ihn an der Mauer des Landratsamtes, in nächster Nähe zum Dom. Von der imposanten Veste Oberhaus haben Sie einen tollen Blick über Passau. Auch das erste Stück Ihrer bevorstehenden Radtour von Passau nach Wien können Sie schon in Augenschein nehmen.

Die Schlögener Schlinge

2. Tag: Passau – Schlögen / Donauschlinge, ca. 50 km

Heute schwingen Sie sich aufs Rad! Sie fahren zunächst durch das enge Tal zwischen Bayerischem Wald und Sauwald. In Engelhartszell können Sie die erste Pause einlegen und das Stift Engelszell besichtigen. Die Stiftskirche im Rokoko-Stil ist mit wertvollen Kunstwerken prunkvoll ausgestattet. Das einzige Trappistenkloster in Österreich beherbergt eine eigene Brauerei. Das Trappistenbier und verschiedene Liköre sind beliebte Mitbringsel. Am Nordufer geht es auf ruhigen Wegen weiter bis zum Etappenziel Schlögener Schlinge. Der Fluss musste sich einst einen Weg durch den weichen Untergrund bahnen und später auf dem harten Granitgestein so beibehalten. Entstanden ist ein Engtal, das an der Schlinge eine Kehre von 180 Grad bildet. Um die gesamte Schlinge sehen zu können, sollten Sie unbedingt den Aufstieg zum Aussichtspunkt auf sich nehmen.

Linz

3. Tag: Schlögen – Linz, ca. 55 km

Kurz hinter Schlögen macht die Donau nochmals eine Kehre. Sie setzen Ihren Weg bis Aschach durch die Donauleiten fort. Hier wird das Tal wieder weiter. Sie radeln durch das Eferdinger Becken, eine fruchtbare Ebene, bekannt für den Gemüseanbau. Am Südufer erreichen Sie bald den Ort Wilhering mit dem gleichnamigen Zisterzienserstift. Besuchen Sie die prachtvolle Stiftskirche, die oftmals als schönste Rokokokirche Österreichs bezeichnet wird. Direkt gegenüber am Nordufer befindet sich das Schloss Ottensheim. Es ist auf einem Hügel oberhalb des Ortes gelegen und bereits von weitem zu sehen. Von hier sind es nur noch wenige Kilometer bis zum heutigen Ziel Linz. Legen Sie auf dem Hauptplatz eine Pause ein und lauschen Sie dem Glockenspiel. Doch das will zeitlich gut geplant sein, denn die Melodien erklingen nur drei Mal täglich. Österreichs größte Kirche, der Mariendom, ist aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Im alten Rathaus können Sie den Stadtrundgang einmal anders erleben: Der begehbare Stadtplan auf dem Boden zeigt Luftaufnahmen der Stadt.

Die Altstadt von Enns

4. Tag: Linz – Wallsee / Ardagger, ca. 40 – 50 km

Auf der Radtour von Passau nach Wien haben Sie nun bereits ein Drittel des Weges hinter sich gebracht. Es gibt noch viel zu entdecken. So lohnt sich bereits nach wenigen Kilometern ein Abstecher nach St. Florian, wo Sie das Chorherrenstift besuchen können. Nicht nur das bemerkenswerte Bauwerk ist sehenswert. Es lohnt sich auch ein Spaziergang durch die Gärten des Klosters. Bald darauf erreichen Sie Österreichs älteste Stadt Enns. Planen Sie für den Besuch genügend Zeit ein. Auf dem Stadt-Erlebnisweg begeben Sie sich auf eine Zeitreise durch mehr als 2000 Jahre. Wandeln Sie auf den Spuren von römischen Legionären und mittelalterlichen Handelsherren. Als Mitglied der Cittàslow-Organisation soll die Lebensqualität in dieser Stadt besonders hoch sein. Entscheiden Sie während des Besuchs selbst. Durch das niederösterreichische Mostviertel radeln Sie zu Ihrem heutigen Etappenziel.

Die Greinburg in Grein

5. Tag: Ardagger – Marbach / Maria Taferl, ca. 40 km

Bei Ardagger geht es wieder am Fluss weiter. Wenn Sie möchten, können Sie einen Abstecher an das Nordufer nach Grein machen. Hier beginnt der Strudengau. Einst war das einer der gefährlichsten Abschnitte der Donau für die Schifffahrt. Der Ort war ein bedeutender Warenumschlagplatz, wodurch die Bürger zu Wohlstand gelangten. Das Theater im Rathaus ist das älteste originalgeträu erhaltene Schauspielhaus Österreichs. Es besitzt einige Kuriositäten, wie beispielsweise eine Toilette, die nur durch einen Vorhang vom Zuschauerraum getrennt war. Persenbeug war früher ein bedeutender Schiffsbauplatz. Schon bald darauf haben Sie das ruhige Örtchen Marbach und den Wallfahrtsort Maria Taferl erreicht. Einst soll ein Hirte dort auf der Suche nach Brennholz gewesen sein, als er eine dürre Eiche entdeckte. Das Kreuz auf der anderen Seite des Baums sah er nicht. Er zückte seine Axt, rutschte am Baumstamm ab und verletzte sich an beiden Beinen. Als er sich unter dem Baum niederließ, sah er das Kreuz und bat Gott um Verzeihung. Die Wunden heilten und er konnte nach Hause laufen. Daraufhin liefen immer mehr Gläubige zu dieser Eiche. Die Wallfahrtskirche wurde schließlich um den Baum herum errichtet.

Stift Melk

6. Tag: Marbach – Wachau, ca. 45 – 50 km 

Nun haben Sie den Eingang zur Wachau erreicht. Die Wachau ist UNESCO Weltkulturerbe und Heimat hervorragender Weißweine. Die erste Pause bietet sich bereits in Melk an. Das Benediktinerstift thront majestätisch über der Stadt. Hier können Sie dem Roten Faden folgen. Oder doch lieber dem Grünen Pfad, der Goldenen Stiege oder Blauen Welle? Egal welchen Themenweg Sie sich aussuchen, er wird Sie auf abwechslungsreiche Art zu den Melker Sehenswürdigkeiten führen. Sollten Sie also den Faden verlieren, finden Sie sich sicher auf einem der anderen Rundgänge wieder. In der gesamten Wachau sollten Sie zur Stärkung auf jeden Fall einen Heurigen aufsuchen. Dort verkaufen die lokalen Weinbauern ihren eigenen Wein, meist gibt es dazu kleine Speisen. Beim gemütlichen Beisammensein kommt man schnell mit Einheimischen und anderen Gästen ins Gespräch. Genießen Sie bei der inkludierten Weinprobe die guten Tropfen der Region.

Weinanbau in der Wachau

7. Tag: Ruhetag in der Wachau

Möchten Sie heute das Fahrrad stehen lassen, sich aber doch etwas bewegen? Dann bietet sich eine schöne Wanderung an. Auf ruhigen Wegen können Sie durch schier endlose Weingärten fast alle Hügel und Berge der Umgebung erkunden. Die Donau wirkt hier klimaregelnd und im Allgemeinen ist es in der Wachau wärmer als im umliegenden Niederösterreich. Schon früh im Jahr ist es tagsüber recht warm, so dass die Marillenbäume bereits im April blühen. Vielerorts gibt es Cafés, Biergärten und Restaurants direkt an der Donau. Entspannen Sie in der Mittagspause auf einer der vielen Terrassen und hören dem Plätschern des Wassers zu. Wenn Sie die tolle Landschaft gerne vom Wasser aus betrachten möchten, können Sie eine Donau-Schifffahrt machen. In der Wachau werden verschiedene Rundfahrten angeboten. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, eine Wanderung mit einer Schifffahrt zu kombinieren: Wandern Sie durch die Weingärten bis zum nächsten Ort und nehmen einfach das Schiff zurück.

Dürnstein mit Burg

8. Tag: Wachau – Tulln, ca. 45 km

Heute erreichen Sie auf Ihrer Radtour von Passau nach Wien den wohl berühmtesten aller Wachau-Orte. Denn auf der Burg Dürnstein wurde einst der englische König Richard Löwenherz gefangen gehalten. Zur Sage wurde ein Themenweg rund um die Ruine errichtet. Dieser führt Sie außerdem zu einigen der schönsten Aussichtspunkte der Wachau. Bei Krems verlassen Sie die Wachau. Wenn Sie sich die Füße etwas vertreten möchten, bietet sich ein Spaziergang durch die Altstadt an. Bestaunen Sie barocke Bürgerhäuser mit Arkadenhöfen aus der Renaissance. Entdecken Sie im Gewirr mittelalterlicher Gässchen gotische Erker, Fenster und Kapellen. Gemütlich radeln Sie die letzten Kilometer bis nach Tulln. Hier ist für jeden Geschmack etwas geboten. Im Egon-Schiele-Museum lernen Sie allerhand über die Geschichte des Künstlers. Zwischen Juni und August finden auf Europas größter Flussbühne zahlreiche Konzerte namhafter Stars statt.

Klosterneuburg

9. Tag: Tulln – Wien, ca. 40 km

Heute erreichen sie die Metropole Wien. Wussten Sie, dass der Prater der älteste Vergnügungspark der Welt ist? Aus der Riesenrad-Gondel haben Sie einen tollen Überblick über die Stadt. Der Stephansdom, Schloss Schönbrunn, Schloss Belvedere und die Spanische Hofreitschule sind weltweit bekannte Sehenswürdigkeiten der Stadt. Doch haben Sie schon einmal an einer Führung durch die Wiener Unterwelt teilgenommen? Die Stadt unter der Stadt besteht aus einem ausgeprägten Netz von unterirdischen Gängen, Kellern und Gewölben aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Bei einer solchen Führung tauchen Sie ein in die Wiener Vergangenheit und Geschichte. Das Dritte Mann Museum widmet sich ausschließlich dem preisgekrönten Film, der die Wiener Unterwelt unsterblich machte. Und wer in Wien keine Zeit verlieren möchte, dem sei das Uhrenmuseum ans Herz gelegt. Zu jeder vollen Stunde ist das Museum mit dem Schlagen, Läuten und Spielen von 3000 Zeitmessern erfüllt.

Wien

10. Tag: Individuelle Abreise oder Verlängerung

Heute endet Ihre unvergessliche Radtour an der Donau von Passau nach Wien. Hatten Sie zu wenig Zeit, alle Sehenswürdigkeiten in Wien zu besuchen? Dann buchen Sie doch eine Zusatznacht und genießen die österreichische Hauptstadt noch etwas länger. Langweilig wird es bestimmt nicht. In Wien gibt Kunst und Kultur, aber auch allerhand Kuriositäten zu sehen. Im Bestattungs-, Folter- oder Kriminalmuseum benötigen Sie starke Nerven. Im Museum der Illusionen bekommen Sie den Kopf eines Besuchers auf einem Tablett serviert. Und auf dem Friedhof der Namenlosen sind jene begraben, die hier zwischen 1840 und 1940 von der Donau angeschwemmt wurden.